Warum sind Gerichtsverfahren so zermürbend und frustrierend?
Es geht für Sie um ein sehr persönliches Thema.
Verständlicherweise sind starke Emotionen im Spiel. Kein Jurist hat in seiner Ausbildung gelernt, mit Gefühlen umzugehen. Im Gegenteil: Wer Jura studiert, bekommt es gründlich abtrainiert.
Dazu eine kleine Anekdote aus meiner eigenen Studienzeit:
Eine Kommilitonin begann die Falllösung mit den Worten „Ich habe das Gefühl, dass…“ Sie wurde jäh vom Professor unterbrochen: „Was Sie für Gefühle haben, interessiert keine Sau! Entweder Sie wissen, was im Gesetz steht, oder Sie sollten mit der Juristerei aufhören!“
Erwarten Sie also bitte nicht von Juristen, dass sie Ihnen verständnisvoll Gehör schenken und den emotionalen Aspekt Ihres Schicksals würdigen. Die meisten Juristen sind mit emotionalen Themen überfordert. Sie quittieren sichtbar geäußerte Gefühle mit Augenrollen, Kopfschütteln, vielsagenden Blicken und dem Hinweis darauf, dass Sie nicht ewig Zeit haben. Wollen Sie sich das antun?
Konflikte gehören zum Leben. Jeder Mensch kennt sie.
Doch Sie wollen nicht zulassen, dass ein Konflikt Ihr gesamtes Leben überschattet. Ihr Leben geht weiter. Sie wollen in die Zukunft schauen und wünschen sich zeitnah eine praxistaugliche Lösung. Gerichtliche Verfahren dauern lang. Die Gerichte sind überlastet und ein Rechtsstreit kann sich über Jahre hinziehen. Bei einem streitigen Verfahren können Sie davon ausgehen, dass jeder Anwalt „seinen Job macht“ und jede Möglichkeit ausnutzt, um seinen Mandanten zu stärken und es dem Gegner schwer zu machen. Wenn Sie Pech haben und gute Anwälte im Spiel sind, werden eventuell umfangreiche Beweisaufnahmen, Gutachten etc. erforderlich. Das alles kostet viel Geld und viel Zeit, vor allem aber Kraft und Nerven. Wollen Sie sich das antun?
Vielleicht sind Kinder von Ihrem Konflikt betroffen
Bei Trennung und Scheidung ist das häufig der Fall. Sie wünschen sich für die Zukunft Ihrer Kinder das Beste. Sie wollen ein guter Vater/eine gute Mutter sein. Kinder nehmen es wahr, wenn Ihre Eltern sich destruktiv streiten. Oft übernehmen Sie Schuld und Verantwortung dafür, dass es zwischen den Eltern nicht mehr gut läuft. Manche Kinder reagieren, indem sie besonders brav und angepasst sind, andere Kinder rebellieren. Jedenfalls erleben die Kinder, dass die Eltern gegeneinander kämpfen. Kinder entwickeln aus diesen Erlebnissen ihre eigenen Lebensstrategien, ob Sie wollen oder nicht. Wollen Sie sich und Ihren Kindern das antun?
Zeigen Sie Ihren Kindern, dass Sie in der Lage sind, trotz Meinungsverschiedenheiten konstruktiv miteinander umzugehen. Ihre Kinder profitieren davon und lernen an Ihrem Beispiel eine gesunde Art der Konfliktbewältigung. Sagen Sie: „Ich bin nicht deiner Meinung. Aber ich bin bereit, mit dir darüber zu reden.“
Mein Tipp:
Verhelfen Sie Richtern und Anwälten und Therapeuten zu mehr Freizeit!
Entwickeln Sie selbst eine Lösung, die zu Ihnen passt. Ich zeige Ihnen gerne, wie das geht und unterstütze Sie dabei.
(c) Foto: Guido Karp, P41D
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